Samstag, 30. März 2013

Völlig genervt

war ich heute...
Das Wetter vielleicht ?
PMS ?
Die Wäscheberge ?
Oder ein 14 Stunden dauerquakelndes Kind ?
Oder ein völlig aufgedrehtes anderes Kind ?

Gestern sind wir nachmittags bei starkem Schneefall nach Hause aufgebrochen, irgendwie schien es mir wichtiger noch einen Tag vor Ostern zu Hause zu haben als noch eine Nacht mit zwei Kindern in einem Doppelbett zu verbringen und danach noch länger im Stau zu stehen.

Schön war unser Urlaub. Ich war ziemlich Ruhebedürftig und habe die täglichen5 Stunden Skikurs der Kinder zwar eifrig sportlich genutzt, aber nach menschlichem Kontakt war mir gar nicht.
Insgesamt 1 1/2 Tage Sonnenschein gab es. Sonst Schneefall, Bewölkung, Schneefall.

Das Highlight war gestern sicherlich das Abschlussrennen der Skikurse.
Monsieur war in einer Gruppe mit ziemlich großen Kindern. Zwischen 8 und 12 Jahren waren die. Da hatte er mit seinen 6 Jahren und entsprechendem Gewicht und Skilänge gar keine Chance auf einen Podestplatz. Daß er dann letzter seiner Gruppe geworden ist, mit einer knappen halben Sekunde Rückstand, das hat ihn sehr gefuchst. Da half auch keine Argumentation, daß er sich mit viel größeren habe messen müssen.

Madame, die beim Turnen schon so oft einen undankbaren 4. Platz gemacht hat wurde nun endlich mal erste ! Hui, war sie stolz. Und sie fährt auch wirklich toll Ski.

Auf einer Piste gab es eine Parallel- Riesenslalomstrecke just for fun mit Zeitmessung.
Madame und Monsieur sind an einem Nachmittag gegeneinander angetreten. So lange es steil war hatte Monsieur die Nase weit vorn, als es aber dann etwas flacher wurde, hatte Madame ihn überholt.
Ich bin hinterher gefahren und habe zwischen jedem Törchen noch ein zwei Kurzschwünge eingebaut - mir war das zu schnell ;-)










Donnerstag, 28. März 2013

Unkaputtbar

Man sollte meinen, dass 6 Stunden Skifahren 8 und 6 jährige Kinder müde macht.
Weit gefehlt. Obwohl sie fahren wie die Henker, Monsieur findet Kurven ohnehin überflüssig und fährt selbst auf der schwarzen Piste nur mit ein paar schlenkern.

Abends muss hier noch ausgiebigst gerodelt werden, was toll ist, weil der Hügel direkt hinterm
Haus liegt. Die Herausforderung besteht dann darin, die Schneeklamotten bis zum nächsten morgen wieder trocken zu Kriegen ;-).

gestern versucht meinen Kontostand zu überprüfen. Am 27. Kommt immer das Gehalt. Und da das je nach Dienst und  irgendwelchen Nacheverrechnungen immer stark schwankt wollte ich es gerne checken. Jetzt sagte mir die Bank, die seit 10 Jahren meine ist plötzlich : kein Konto/Depot mit dieser Nummer bekannt??? Merkwürdig, ich hab heute mir dann trotzdem Abfahrtsskier geliehen, nachdem ich gestern zwar im strahlenden Sonnenschein wunderbar über 700 Höhenmeter aufgestiegen war, es aber als sehr lästig empfand, dass ich diese wieder runter musste.
Fazit: ich konnte schon mal besser Skifahren und ich muss zum Augenarzt. Ich sehe Bei diffusem licht wirklich gar keine kontraste. Nachts bin ihm Auto ja auch immer quasi blind und Hoffe immer,dass die anderen Verkehrsteilnehmer doch mehr sehen.
Die Tafeln bei Kinderarzt, mit denen das räumliche Sehen getestet wird, sind für mich auch nix.

Morgen noch einen Skitag für die Kinder und einen Aufstieg für mich und danach mal überlegen, wie ich insbesondere Monsieur nach 1 Woche Sportprojekt in der schule und 6 Skitagen in Zukunft auspowere.


Montag, 25. März 2013

Gruß aus dem schnee in den schnee

Während wir ja hier freiwillig das weiße Zeug aufgesucht haben, scheint es Zuhause ungebeten wieder gekommen zu sein. Und ich erinnere mich an meinen Kommentar als wir Heiligabend auf der Terrasse Mittag aßen : vielleicht fällt der Winter dieses Jahr aus ?

Aber zum Skifahren braucht man eine Menge Schnee und so schimpfe ich auch nicht,dass man heute im Schneegestober manchmal keine 10 Meter weit gucken konnte. Allerdings tue ich mich mit dem Skifahren schwer, wenn ich so gar keine Kontraste erkennen kann. Zumal ich mit äußerst beschränktem Material unterwegs bin.  Es ist ein wenig ein Dejavu. Vor 15  Jahren war ich schonmal in diesem Skigebiet , damals nur für einen Tag. Und weil meine Eltern sparsame Leute waren/sind und für Sport niemals wirklich was übrig hatten fuhr ich damals mit meinen 190 cm Latten, die ich mir durch den Fahrradkurierjob finanziert hatte (damals schon Auslaufmodelle,da nicht wirklich tailliert, daher auch für mich erschwinglich) und mit den Skischuhen meiner Mutter Grösse 42 ich habe nur Schuhgröße 39. Natürlich kann man mit solchen Schuhen nicht ordentlich Druck auf die Kante bringen und  so fürchtete ich mich vor jeder Eisplatte. Als im gleichen Winter 14Tage Skilauf als Sportstudent stattfand stürzte ich mein Studentenkonto in tiefrote Zahlen und besorgte mir in der Schweiz passende Skischuhe- quasi ein Befehl des Ausbilders damals. Glücklicherweise passten mir damals Kinderschuhe Grösse 39, die kosteten nur halb so viel wie die für Erwachsene. Außerdem  war ich mit meiner uralten flohmarktjethose in dem Winter der Lacher schlechthin- und so musste auch noch eien ordnetliche Skihose her. 14 Tage Skilehrgang mit den Uni und zuvor einige Tage Skitour mit Lager inder Brittaniahütte bei SassFee taten ihr übriges. Als kurz darauf mein Fahrrad gestohlen wurde war ich sehr dankbar über die Erstattung durch die Versicherung. Zwar hatte es über ein Jahr gedauert, bis ich mir ein neues Fahrrad kaufen konnte- solange taten es die Inliner meiner Mutter wiederum.

Aktuell bin ich wieder ähnlich unterwegs. Mit meinen 14 Jahre alten 170 cm langen untaillierten Tourenskiern und den alten Tourenstiefeln, deren Kunststoff so Starr geworden ist, dass ich die Schuhe kaum zu Kriege, geschweige denn irgendeinen Druck auf die Kante ausüben kann.  Die letzten Jahre hatte ich immer Skier und Schuhe geliehen. Dieses Jahr ist das im Budget nicht drin. Und so kurvte ich gestern ein wenig planlos auf der Piste herum, während die Kinder im Skikurs weilten und heute stieg ich erst über 400 Meter auf und fuhr anschließend eine kurze Tourenabfahrt runter, die ich mit den Kindern nach Skikursende gleich nochmal fahren musste. Gut haben sie es gemacht. Morgen werde ich mir die Liftkarte ganz sparen und zweimal aufsteigen, sofern das meine geschundenen Füsse mitmachen. Und irgendwann kaufe ich mir auch Equipment, das passt.

Freitag, 22. März 2013

Zeiten ändern sich

früher hätte am Ende der email der Skischule gestanden: Sie finden uns an der Talstation direkt neben der Liftkasse o.ä. heute steht dort:
"Die GPS Koordinaten finden Sie auf unserer Homepage"



übrigens auch so ein Phänomen: heute scheint man nicht mehr Rauchen zu gehen, sondern geht mit seinem Handy/Smartphone vor die Tür...manche allerdings auch noch mit Zigarette.


Donnerstag, 21. März 2013

bleiern

trotz einiger Sonnenstrahlen, die ich heute "aufgesogen" habe, befällt mich eine bleierne Müdigkeit.

Normalerweise kriege ich abends, wenn die Kinder im Bett sind, immer noch einige Dinge geschafft und vieles auf die Reihe, die letzten zwei abende bin ich jeweils quasi im Stehen eingeschlafen. D.h. nicht ganz. Dienstag abend beim Zähneputzen auf dem zugeklappten Klodeckel - ich war so müde, daß ich mich setzen musste zum Zähneputzen - als die Zahnbürste auf dem Boden landete war ich dann wieder wach.
Gestern abend am Wohnzimmertisch, wo ich mir gerade eine Liste machen wollte, was wir alles einpacken müssen für den Urlaub.

Und jetzt könnte ich auch gerade so einschlafen.

Dumm nur, daß es soooo soo viel zu tun gibt. Aber für einen Powernap ist noch kurz Zeit, dann geht´s in die Schule, dort werden die Projekte präsentiert, an denen die Schüler die vergangenen 5 Tage teilgenommen haben. Madame war in der Kräuterwerkstatt und Monsieur im Sportprojekt ( der ist übrigens gerade auch abends stehend k.o. )

Ich glaube unseren Messi- Ruf werden wir behalten. Ich kämpfe gegen Windmühlen. Andererseits gestern gesehen, daß ein Raumausstatter dem Penthouseehepaar die gewaschenen Gardinen gebracht und wieder aufgehängt hat. Ist eben doch ein Unterschied, ob mal allein mit zwei Kindern und Job versucht einen 80 qm Wohnung in Schuss zu halten, oder ob man zu zweit mit Putzfrau und diversen anderen Serviceleistungen eine 300 qm Wohnung in Ordnung hält.

Mittwoch, 20. März 2013

3 Tage Zeit

den Urlaub vorzubereiten, die Wohnung auf Vordermann zu bringen, die Kinderbetreuung nach Ostern zu organisieren, denn das gab es mal wieder Missverständnisse mit dem Papa, die Skier abzuholen, Muffins zu backen für den Projektpräsentationsnachmittag der Kinder morgen, für die Urnenbeisetzung ab Freitag, für die Vororganisation eines Osterfestes, für die Übergabe der Kaninchenpflege an das Ehepaar aus dem Penthouse - eben daher der Punkt : Die Wohnung auf Vordermann bringen;-)...Packen, zur Bibliothek gehen, Ostergeschenkchen aus dem Ärmel zu zaubern ....

Es wird ein bißchen ruhig hier, glaube ich !

Sonntag, 17. März 2013

März

März ist glaube ich kein guter Monat ?

Heute vor genau  6 Jahren in meine "Karriere" als Alleinerziehende gestartet. 17.März 2007 war das.
Vor 14 Jahren im März das Physikum versiebt. Das hatte allerdings auch mit ein bißchen Hybris zu tun ;-)
Und das Datum 11.März 2013 wird mich auch lebenslang begleiten.

Samstag, 16. März 2013

verkehrte Welt

Soeben musste ich Rückmeldung geben, ob ich als Elternteil mitkommen möchte zur Klassenfahrt mit Übernachtung der Klasse 3/4.
Schon beim Elternabend war diskutiert worden, ob denn die Eltern nicht wenigstens beim gemeinsamen Abendessen dabei sein können - von Elternseite gewünscht! - und ob es denn nicht schön wäre, wenn alle Eltern dort mitübernachten würden. ???

Nein, ich helikoptere genug über meine Kinder ! Auf Klassenfahrt sollen sie mal schön alleine gehen!!!

Kopfschüttel!


Freitag, 15. März 2013

gerührt

Heute war die Trauerfeier für meine Mutter. Urnenbeisetzung ist nächste Woche im kleinen Kreis.
Im Vorfeld gab es soviel zu organisieren, daß man gar nicht zur Ruhe kam.
Während der Trauerfeier haben mich die Tränen immer wieder überwältigt und immer wenn ich in der Kapelle zum Sarg und den Blumengestecken sah, kamen die Tränen wieder.

Neben all den großen Gestecken vom Gesundheitsamt, bei dem meine Mutter arbeitete und der Ärztekammer, den kleineren Familiensträussen etc war ein süßes mit Narzissen und anderen Frühlingsblumen besetztes Nestchen : " Vielen Dank, unsere Leseoma, Deine Pinguine ! " Das hat mich so sehr gerührt !
Das war von Monsieurs Klasse, der Pinguinklasse, wo sie einmal wöchentlich mit zwei Müttern zusammen Lesepatin war.
Ich würde ihr so gern erzählen: "Schau mal, Monsieurs Klasse hat auch an Dich gedacht ! Und das, wo der Lehrer anfangs so skeptisch war, ob Du das überhaupt kannst, wenn Du Dich nicht an seine Vorgaben hältst ...  !"
Und dann würde ich ihr gerne die Szene von heute Mittag erzählen, als Monsieur über dem Geländer zum benachbarten Kindergarten hing und laut den dort spielenden Kindern erzählte: "Ich geh jetzt auf den Friedhof, meine Omi ist nämlich tot und heute ist nur trauerfeier, danach wird sie verbrannt und dann kommt sie in so eine kleine Vase und die wird dann hier auf dem Friedhof vergraben....."

Und erzählt wie die blöde schräg über uns wohnende Hausbewohnerin, die uns immer als Messis beziechnet, schnell weg huschte als sie mich die Woche sah, vermutlich um sich ja der Beileidsbekundung zu entziehen.

Und daß das Kind von meiner Cousine echt knuffig ist.....

Es wird noch dauern, bis ich tatsächlich verstanden habe, daß sie nicht mehr da ist.


Mittwoch, 13. März 2013

ein bißchen wie Stellplatzsuche

heute früh einen Platz für das Grab auf unserm Friedhof ausgesucht. Es hatte etwas von Stellplatzsuche auf dem Campingplatz... Aber es ist ein schönes Fleckchen geworden.

Anschließend mit der Pfarrerin die Trauerfeier besprochen. Die Frau ist super ! Wir hatten sie schon zur Aussegnung gerufen. Ich bin froh, daß wir sie erwischt haben.  Sie war es übrigens auch, die Anfang des Jahres in den Fettnapf trat ;-)

Jetzt wieder "Alltag" Kinder abholen,Kochen,  mich über das wirklich widerliche Wetter ärgern....
Tut auch ganz gut.

Dienstag, 12. März 2013

Ein starkes Kind

Der gestrige Tag geht mir im Kopf herum. Montags habe ich frei und muss immer 10000 Sachen an diesem Tag unterrbringen. Ich war also mitten im Rödeln als mein Vater um kurz vor elf anrief, ich solle schnell kommen. Ich bin sofort los, habe verzweifelt versucht in der Schule anzurufen, daß man den Kindern sagt, sie sollen noch in den Hort gehen. Normalerweise hätte ich sie abgeholt. Ich hab niemanden erreicht in der Schule. Also die Nachbarin gebeten sich darum zu kümmern.

Als ich bei meinen Eltern ankam, war mein Vater völlig aufgelöst. Meine Mutter lag im Bett und atmete schwer. Die Augen waren geschlossen. Die Hand aber noch warm und sogar ein Puls tastbar. Und sie reagierte auch noch. Wir fragten, ob sie in das andere Bett wolle, ein schwaches Nein kam aus ihr heraus. Ich fragte sie, ob ich die Kinder nochmal zu ihr bringen sollte. Und dann kam ein schwaches Ja. Also bin ich in die Schule gefahren und habe die Kinder aus ihren Klassen geholt. Habe sie gefragt, ob sie die Omi nochmal sehen wollen. Monsieur war sich nicht so sicher, aber Madame.
Und sie ist zu ihr hin, hat ihr die Hand auf die Wange gelegt und ihr eine gute Reise gewünscht. Ich fand das so stark! Ich hätte das als 8 jähriges Kind nicht gekonnt. Madame hat ihre Omi sehr geliebt und auch viel Zeit mit ihr verbracht.
Monsieur ist das alles sehr suspekt gewesen, kann man ja auch verstehen. Er hat sich aber liebevoll um meinen Vater gekümmert.

Als meine Schwester auch da war, habe ich die Kinder zu Freunden gebracht. Und ich war froh darum, daß sie den Zeitpunkt des Todes nicht miterlebt haben. Ich war alleine mit meiner Mutter, es war nicht abzusehen, wie lange sie noch vor sich hinschnaufen würde. Ich saß bei ihr und streichelte ihre Hand und Stirn. Mein Vater hatte sich eine Runde ausgeruht und meine Schwester war auch gerade nicht am Bett. Meine Mutter verzog ganz kurz ihr Gesicht, dann quollen große Mengen geronnenes Blut aus ihrem Mund. Der Reflex des Würgens oder ähnliches war längst erloschen. Danach kam kein Atemzug mehr.
Ich glaube diesen Moment werde ich nicht mehr vergessen.
Auch wenn es gut war, daß es so schnell ging. Daß sie nicht wochenlang pflegebedürftig war. Sondern eigentlich noch bis letzte Woche relativ wach am Leben teilgenommen hatte.
Ich bin ganz schön erschöpft. Es liegt eine anstrengende Zeit hinter uns und sicher auch noch vor uns.

Ich bin stolz auf die beiden Kinder ! Sie haben das alles toll gemacht.
Und Madame imponiert mir. So sehr ich oft unter ihrer Stärke und Sturheit leide ;-).
Als letzten Herbst Monsieur sich mit dem Schnitzmesser massiv in den Finger geschnitzt hatte und eine kleine Blutlache im Gras entstand, da war sie so besonnen und hilfreich. Während mir, Chirurgenberuf hin oder her, ganz anders wurde.
Und ich bin sicher, gestern hat die Omi sie noch wahrgenommen.

Sonntag, 10. März 2013

Jeden Tag ein Stückchen weniger

Wenn ich bedenke, daß meine Mutter vor 11 Tagen noch Leseomi bei Monsieurs Klasse gemacht hat, vor 9 oder 10 tagen noch Strassenbahn gefahren ist- alleine ....

Heute sie zur Toilette gestützt. Mehr geht nicht mehr. Sonst liegt sie im Wohnzimmer im Bett.
Es ist schrecklich mitzuerleben.

Guter Rat

Also ich würde mit kleineren Blessuren nicht 8 Stunden auf den Doc warten an einem Samstag nachmittag bzw abend.

Gestern mal wieder Dienst gehabt. Und entgegen meiner Hoffnung - ach vielleicht kann ich ja was wegdiktieren - wie naiv bin ich eigentlich ? - war es alles andere als ein ruhiger Dienst.

Von 8 bis 0:55 Uhr im Dauereinsatz. Ich weiß nicht wie meine Kollegen das immer machen, aber ich bin am Schluss nicht mehr wirklich Herr meiner Aufmerksamkeit. Wenn ein Notfall käme, keine Frage,  dann macht das Adrenalin alles wieder gut, aber ohne ....
Gestern also eine 7 stündige OP assistiert und als im um 22:15 aus dem OP kam warteten zwei Patienten mit Verdacht auf Thrombose auf mich. Der eine hatte tatsächlich eine und zwar bis ins Becken hinein und die andere Dame war eigentlich nur verunsichert, weil sie im November einen Langstreckenflug hatte und seitdem öfter mal brennende Schmerzen in einer Wade. Hm. Jung, durchtrainiert, keine Risikofaktoren und vor allem keine Symptome. !
Sie habe gehört, daß Jogger  ja öfter mal wegen einer Lungenembolie tot umfallen. Wow. Das reichte nicht für ausreichend Adrenalin, ich hoffe, ich habe keine größeren Fehler gemacht.

Freitag, 8. März 2013

Nicht schön

Vor etwa einem halben Jahr kauften meine Eltern im secondHand ein Bett für Monsieur, falls die Kinder mal bei den Großeltern übernachten. Das Gitterbettchen war nun endgültig zu klein. Madame hatte schon ein großes bett bei den Großeltern,
Dieses Secondhand Bett ist ein Pflegebett. Nun steht es im Wohnzimmer anstelle des Biedermeiersofas.

Und zwar so wie vor fast 30 Jahren die Betten standen als wir in das Haus einzogen und die Obermieter ihren Hausbau noch nicht fertig hatten und daher nicht ausziehen konnten.Und die Untermieter plötzlich beschlossen hatten, daß sie doch nicht umziehen wollten.
Damals hatten wir dann nämlich eine 2 Zimmerwohnung. Für ein Jahr.
Der Gedanke an damals versöhnt ein wenig mit dem doch sehr traurigen Anblick.

Wochenende

Die Kinder sind auf dem Weg in die Schweiz, ich hab 24 h Dienst am Samstag, Sonntag hole ich die Kinder wieder ab. Mutter besuchen, auch sonst zweihundert things to do. Uff

Mir ist nach Urlaub !!!

Mittwoch, 6. März 2013

nahe

Es geht mir nahe, was mit meiner Mutter geschieht. Sehr. Heute bei der Arbeit sind mir zig Fehler unterlaufen, ich war einfach völlig neben mir.

Für morgen habe ich einen überstundenfreien Tag eingereicht. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, daß man mich ernst nahm. Auf dem Heimweg haben mich wieder die Tränen eingeholt.

Nachdem ich die Kinder um 14 Uhr aus dem Hort abgeholt habe, sind wir gleich zu meinen  Eltern geradelt. Meine Mutter lag im Garten auf einer Liege. Sie sieht sehr sehr schlecht aus. Die Augen leuchten gelb. Sie ist völlig eingefallen. Und hätte noch so viel vor.
Gestern abend auf dem Elternabend des Sohnes sagte der Lehrer, der zunächst meiner Mutter, die als Leseomi ( weil ich mich als Lesemama nicht melden konnte ) unterstützt hat, sehr skeptisch gegenüber stand: Sie mache das so wunderbar. Und das macht sie sicherlich. Sie sieht, welche Probleme welches Kind mit dem lesen o. dem Rechnen hat, sie kann es einschätzen und vor allem gut Üben. Immerhin war sie auch mal Grundschullehrerin bevor sie Ärztin wurde.
Als er so sagte, schade, daß sie jetzt nicht da sei, da bekam ich einen Klos im Hals.
Ich konnte es ihr heute nicht erzählen.







Dienstag, 5. März 2013

platt

2:15 Uhr aufgewacht: übelste Magenkrämpfe- ich vertrage das Ferrosanol einfach nicht - mein Ferritinwert liegt irgendwo bei 8, darum wollte ich mich mal wieder zwingen, das Zeug zu nehmen. Vielleicht doch wieder Ferrlecit wie vor 4 Jahren mal.

5:45 Uhr: der Wecker klingelt wie üblich. Mir fehlte der Sonntag zum Ausschlafen, ich bin nicht wirklich fit

Kaffee kochen, Vesper machen, Duschen, anziehen, Karnickel raus lassen, Kinder wecken, Kinder antreiben beim Frühstück, Kinder antreiben beim anziehen, Kinder antreiben beim Zähneputzen....
7:12 Uhr Haus verlassen, die Tochter hustet, muss heute von 8:30 bis 12:30 ins Schwimmbad irgendwelche Schulmeisterschaften schwimmen- nur sie und ein anderes Mädchen aus der Klasse- ich habe weder Zettel noch sonst irgendeine Info, auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad überlege ich, ob ich sie hätte zuhause lassen sollen, Husten, Samstag war Kindergburtstag mit Eislaufhalle, Sonntag Turnwettkampf, Montag wie immer 1 1/2 Stunden Zirkus und 2 Stunden Turnen, heute also noch Schwimmen ???
Ich fahre über die Brücke an der immer der riesige Bussard sitzt, vor dem ich mich ein wenig fürchte. Heute sitzt er ein paar Meter weiter auf einem Poller vor dem stinkenden Kohlfeld.
In der Oststadt ist Verkehrsinfarkt, ich freue mich wie eigentlich täglich, daß mich das als Radfahrer nicht besonders interessiert.

8:01 Uhr Röntgendemo, der Arbeitstag ist wie üblich irgendwas zwischen besch... und ätzend

13:20 Uhr Heimfahrt, Gedanken an die logistischen Meisterleistungen des Nachmittags. Auf dem Heimweg Einkauf - natürlich vergesse ich wieder mal die Hälfte

14:20 Uhr 30 Minuten, die mir gehören, Essen auf der Terrasse - schön, bis schräg über mir die Balnkontür aufgeht und ich wieder lauschen kann, wie man über uns lästert- nein, da habe ich keinen Nerv zu, also wieder rein, weiteressen.
Anschließend Sämereien suchen, die ich meiner Mutter bringen will- sie wollte sie gerne ihrer langjährigen Freundin aus Berlin schenken, die sie am Donnerstag besuchen möchte.

14:50 Uhr Monsieurs Fahrrad in den Fahrradanhänger laden, zum Hort fahren, Monsieur abholen und zur Ergotherapie bringen, auf dem Gang springt mir Madame entgegen, sie seien 1. geworden beim Schwimmen. Ich weiß leider immernoch nicht mehr.

In den 45 Minuten Ergotherapie radle ich schnell zu meinen Eltern um meiner Mutter die Sämereien zu bringen. Ich erschrecke sehr. Seit gestern sieht sie noch schlechter aus, ist zittrig und die Stimme ganz anders. Auf der Fahrt nach hause, Madames Fahrrad holen, kommen mir die Tränen. Ich heule wie ein Schlosshund. Fahrrad von Madame vor dem Hort abstellen, den Sohn abholen und mit ihm zusammen Madame aus dem Hort abholen, mit den Fahrrädern zum Chor.
Während die Kinder singen, bringe ich schnell die Bücher in die Bibliothek und kaufe die mittags vergessenen Sachen noch ein.

Normalerweise ist nach dem Chor noch Zeit ein bißchen zu spielen und zu kicken, heute müssen wir schnell nach Hause, weshalb ich auch die Fahrräder geholt habe, denn um 19 Uhr beginnt Elternabend Nummer 1, und um 19:30 Uhr Elternabend Nummer 2.
Zuvor muss noch gekocht werden, die Hausaufgaben von Monsieur fertig gemacht...
Schei...Tag

Ich koche schnell, Madame erzählt mir währenddessen von ihrem Schultag. Wir essen, der Babysitter kommt.

19 Uhr  Elternabend Monsieur
20 Uhr switche ich zu Elternabend Madame, wo gerade eine heftige Diskussion über den Schuldruck stattfindet. Wir erfahren, daß die Fremdevalutation unsere Schule zur Besten in Bawü gemacht hat - ehrlich gesagt für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Zusammen mit anderen beschwere ich mich über das wirklich straffe Hausaufgabenpensum, was bei Madame zur völligen Verweigerung führt. Man will ein bißchen reduzieren, manche Kinder kommen auf 2 h pro Tag, ich finde das zu viel für 3. Klässler. Ich erfahre vieles, von dem Madame nie erzählt - aber so lange keine Klagen kommen...
Wieder höre ich daß alle möglichen Eltern mit den Kindern systematisch üben, Aufsätze, Rechtschreibung, Rechnen - ich weigere mich weiterhin. Ich weise meine Tochter hin und wieder darauf hin, daß sie ihre Hausaufgaben ordentlich machen soll, gucke auch mal drüber, über Menuk Themen sprechen wir manchmal ausführlicher. Sonst ist das ihre Sache !
Als ich einer Mutter erzählte, wenn es nicht klappt, gäbe es immernoch die Möglichkeit eine Klasse zu wiederholen, immerhin sei sie 5-jährig in die Schule gekommen, da war sie völlig perplex. Zum Glück besteht der Bedarf in keinster Weise, das Halbjahreszeugnis war durchweg 1 und 2.
Tausend Themen werden besprochen, um 22:00 Uhr ist endlich zu Ende und mir raucht der Kopf.

Jetzt ab ins Bett.

Sonntag, 3. März 2013

Fundstück ;-)


Sonne und doch nicht wirklich fröhlich

Die Sonne heute tat unendlich gut !
Nach einem Vormittag in einer Turnhalle - Abfahrt zuhause an einem Sonntag um 7 :20 Uhr  ;-(   - haben wir den Nachmittag dann im Garten verbracht. Ein Bonus beim Wettkampf heute, war, daß parallel Jungs turnten - spannend ! Monsieur hat sich über all die pubertätsunpropotionierten Körper amüsiert und in der tat war es so, daß viele große Jungs irgendwie merkwürdig aussahen in ihren Turnanzügen. "Mama, stimmts, das sind alles Sitzriesen.... und guck mal, der hat viel zu dünne Beine für den Rest, Mama, schau mal, wachsen dem dort einzelne Haare am Kinn ?...guck mal, wenn der rennt, denkt man, daß dem seine Arme gar nicht gehören, die sind viel zu lang !"...

video

Im Garten dann das erste Frühbeet eingepflanzt, die gesammelten Stöckchen der letzten 5 Jahre, die unsere Terrasse blockierten, verbrannt, die Kinder haben mit Gartennachbarskindern rumgewutzelt...




Mir liegen die Gedanken an meine Mutter in der Seele. Heute hatte ich das erste Mal das Gefühl, sie tut sich mit dem Sprechen schwer. Die Augen sind schon länger quittegelb, der Bauch durch Aszites aufgequollen. Die Atmung flach. Aber immernoch hat sie den Willen, alles mögliche zu machen.
Es tut weh !